Zwischenstand – Präsentation und Feedback beim Mediabrunch

Das Publikum beim Mediabrunch (Bild: Simon Höhne/MIZ)

Wer sind wir? Was machen wir? Was ist das Innovative an unserem Projekt? – Anfang August stand unsere erste Präsentation am MIZ an, bei der wir unser Projekt vorgestellt haben –  und zwar nicht nur den MIZ Mitarbeitern, sondern auch Interessierten und Medien-Experten und -Expertinnen, die unser Projekt bewerten und uns Feedback geben sollten. 

Der Mediabrunch findet regelmäßig am MIZ statt und soll eine „direkte Praxisanbindung“ der Projekte und einen „regelmäßigen Austausch vor Ort“ ermöglichen.

Unsere Präsentation stand als erstes auf dem Programm. 10 Minuten hatten wir Zeit, um uns vorzustellen und für unsere Idee zu werben.

Danach kam das für uns eigentlich Spannende – das Feedback. Wir kommt unsere Idee – multimediale Online-Reportagen, die im Redaktionsalltag leicht einsetzbar sind – an?  Alles in allem hatten wir das Gefühl:  ganz gut! Besonders der Audioplayer stieß auf Interesse und auch der Aspekt der einfachen Handhabung für Redakteure fand Anklang. Kritik gab es vor allem in Punkto „Marktfähigkeit“, fast niemand (außer detektor) konnte sich so richtig vorstellen, dass man mit dem Produkt auch Geld verdienen könnte, und im Bezug auf das Innovative an der Idee.

Was ist innovativ?

Was ist denn innovativ an der Idee? Gibt es nicht schon ziemlich viele Online-Reportagen/Longreads etc.?Ja. Gibt es. Was also ist das Besondere an unserem Konzept? Was wir daran als innovativ erachten ist, dass es …

Birte präsentiert. (Bild: Simon Höhne/MIZ)

  1. … flexibel ist, was Funktionen und Struktur angeht. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir nicht einzelne „Container“ haben, die zwar einfach befüllt werden können, aber immer gleich aussehen (wie zum Beispiel bei pageflow vom WDR)
  2. … dabei leicht und schnell umzusetzen ist, anders als viele sehr ansprechende aber programmier-aufwändige und dadurch auch teure multimediale Online-Geschichten
  3. … und last but not least Audio in den Fokus stellt, das auf unterschiedliche Weise eingebunden werden kann – u.a. mit neuem Audioplayer.

Die anderen Projekte

Neben uns haben vier weitere Projekte präsentiert, was für uns mindestens genau so spannend war, wie Feedback für die eigene Idee zu benommen.

Sensor Live-Reportagen

Für Live-Reportagen braucht es normalerweise einen Reporter. Klar. Oder? Nicht bei diesem Projekt, dass Jakob Vicari beim Mediabrunch vorgestellt hat. Er hat ein neues journalistische Format vorgestellt, dass gezielt Sensoren einsetzt, um die Welt zu vermessen und dadurch Geschichten zu erzählen. Aus der Fülle der erhobenen Daten über Temperatur, Lautstärke, Bewegungsmuster oder Schadstoffkonzentrationen werden automatisch Texte generiert und in das Internet und die sozialen Medien eingespeist – schneller und präziser als ein menschlicher Reporter dies jemals könnte. Ist die Reporter-Box also der neue Reporter? Wir hoffen nicht, finden das aber dennoch extrem spannend.

Stop-Motion VR

Virtual Reality ist in aller Munde – und natürlich auch am MIZ vertreten. Johannes Schubert und Denny Koch wollen Stop Motion-Charaktere wie Laika, Nemo oder Shaun das Schaf in die virtuelle Realität bringen und entwickeln dafür einen Hardware- und Software-Workflow.

Mediasteak

Neben den Zwischenpräsentationen gab es auch eine Abschlusspräsentation: Anne Krüger und Laura Pohl von Mediasteak präsentierten, was sie in den vergangenen sechs Monaten am MIZ zusammen mit den Programmierern von Nerdgeschoss entwickelt haben. Im Rahmen der Projektförderung hat das Team eine kostenlose App für die Set-Top-Box Apple TV 4 erstellt. Programmtipps und Videos gibt es demnach nicht mehr nur auf ihrem Blog mediasteak.com, sondern auch in der neu entwickelten Apple TV-App . Sah verdammt schick aus und wir hoffen sehr, dass es die App bald auch für iOS und Android gibt.

MADAM

Und schließlich war auch ein ganz neues ein neues Team dabei, dass sich vorgestellt hat: MADAM („Multimedia Advanced Digital Asset Management“), bestehend aus Julia Köberlein, Bernhard Scholz und Erich Seifert, die in den kommenden sechs Monaten ein Open Source Tool entwickeln wollen, das Bild-, Video- und Audiodateien automatisiert in eine für die Onlinenutzung optimierte Form umwandelt, speichert, archiviert, Metadaten ausliest sowie hinzufügt und eine Lizenz-/Copyright-Verwaltung ermöglicht.

Der nächste Mediabrunch kommt …

… und zwar schon bald, im Oktober, genauer gesagt am  12.10. um 10:00 Uhr im MIZ-Babelsberg. Zuschauen und mitdiskutieren darf jeder, anmelden kann man sich über den MIZ-Kalendereintrag oder direkt via E-Mail an info@miz-babelsberg.de

Mehr Infos gibts hier: http://www.miz-babelsberg.de/miz-events/media-brunch

 

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