Erfahrungsbericht: Genial einfach? Animierte Grafiken mit Genially

Genially Beispielansicht

Der Name ist Programm. Genially klingt nicht nur genial, es ist es auch. Ähnlich wie bei einer PowerPoint-Präsentation kann man in Genially verschiedene Folien anlegen, die hinterher als Slider dargestellt werden. Ebenfalls wie bei PowerPoint gibt es allerdings auch eine Vielzahl an Funktionen, die den Slider schnell überladen und unübersichtlich wirken lassen.

Pros

Richtig gut gefällt uns, dass die Bedienung bei Genially so super einfach ist. Per drag & drop können verschiedene Elemente in die Slides eingefügt werden und auch die Slide-Größe kann angepasst werden. Das Tool bietet außerdem die Möglichkeit alle Elemente einzeln zu animieren und so Bewegung in die Grafik zu bringen.

Einstellungsmöglichkeiten bei Genially
In den Settings können unter anderem die Slider-Größe und die SEO-Informationen angepasst werden. Quelle: Screenshot genial.ly

Mit kleinen Pins kann weitere Interaktivität in die Grafik gebracht werden. Für Hintergrund Infos – etwa zu Quellenangaben von Bildern und Daten – kann ein sogenannter „Tooltip“ erstellt werden. Beim Drüberfahren mit der Maus erscheint dann ein kleines Fenster mit wahlweise Text, Bild oder sonstigem Content. Die Tooltips sind nämlich html-fähig.

Tooltip-Ansicht von Genially
Quelle: Screenshot genial.ly

Externer Content lässt sich mit Hilfe der Embed-Funktion leicht einbinden – zum Beispiel Diagramme von infogr.am oder annotierte Bilder von thinglink.

Schön vor allem für die Teamarbeit ist die Möglichkeit kollaborativ an einer Grafik zu arbeiten.

Genially bietet einige Vorlagen an. Die Arbeit mit den Vorlagen erleichtert den Einstieg etwas. Manche Vorlagen sind kostenpflichtig. Aber auch der Start mit einem weißen Slide ist nicht allzu schwer.

Cons

Genially Mobil-Ansicht
Quelle: Screenshot genial.ly

Probleme bringt aktuell noch die Responsivität. Die Grafiken werden zwar responsiv an die Breite des Endgerätes angepasst. Gerade in der Ansicht auf dem Smartphone gerät so allerdings die Schrift schnell recht klein. Individuelle Anpassungen je nach Endgerät können leider nicht vorgenommen werden.

Auch ist die Einbindung von Diagrammen dadurch schwierig. Extern erstellte Diagramme lassen sich zwar super leicht in das Slide integrieren. In der mobilen Ansicht kann man dann nur leider nichts mehr erkennen.

Bei der Einbindung in WordPress werden die Inhalte teilweise nicht richtig geladen. So passiert es manchmal, dass der Slider nicht direkt auf der eigenen WordPress-Seite angeschaut werden kann. Stattdessen verlinkt der Slider auf eine externe Seite von Genially, die in einem neuen Tab geöffnet wird.

Die harten Fakten

Eine Basis-Version von Genially kann kostenlos benutzt werden. Erweiterte Funktionen, wie beispielsweise die Möglichkeit das Genially-Branding auszublenden, kostet monatlich 15-25 €.

Ein kleines Beispiel wie ein Slider mit Genially in der Praxis aussehen kann

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