Erfahrungsbericht: Diagramme und Infografiken

Überblick von Piktochart

Viel Zeit haben wir darauf verwendet einen möglichst optimalen Weg zu finden, um ästhetisch ansprechende Diagramme zu erstellen. Mit drei Tools haben wir uns etwas länger beschäftigt. Infogr.am, Piktochart und Chartblocks. So viel vorweg: Keines ist optimal, trotzdem können sich die Tools sehen lassen. Welches Tool am Ende gewinnt, kommt sehr auf die Anforderungen des Anwenders an.

Infogr.am

Mit Infogr.am lassen sich Diagramme und einfache Infografiken erstellen. Die Daten können entweder händisch eingegeben werden, einer Excel-Tabelle entstammen oder direkt aus der Cloud kommen.

Pros

  • Sehr einfache Handhabung: Das Menü und die Optionen sind sehr übersichtlich. Eine lange Einarbeitungszeit entfällt.
  • Einbindung: Die Grafiken von Infogr.am können ohne Probleme zum Beispiel bei Genially oder direkt auf der Seite eingebunden werden.
  • Ästhetik: Das Design ist schlicht, aber schick. Und auch noch responsiv. Die Diagramme sind automatisch schlicht animiert.
Daten bei Infogram einspeisen
Quelle: Screenshot infogr.am

Cons

  • Wenig Individualität: Was toll für die einfache Handhabung ist, ist weniger toll für die Individualisierung. Weder Schriftart noch Größe der Legende können angepasst werden. Immer sind die Farben frei wählbar.
  • Zusammenspiel mit Genially: Auch wenn die Einbindung in Genially ohne Probleme funktioniert, ist die Kombination beider Tools nur bedingt empfehlenswert. Die Responsivität von infogr.am geht bei Genially flöten – das hat vor allem den Nachteil, dass man die Legende zum Diagramm nicht mehr erkennen kann.

Harte Fakten

Die Basis-Version von Infogr.am ist kostenlos. Hier können allerdings nur zehn Grafiken angelegt werden. Ab 19 US$ im Monat können verschiedene Zusatzfunktionen genutzt werden und man kann sich vom Infogr.am-Branding frei kaufen – an Stelle des Infogr.am-Watermark kann man dann sogar ein eigenes Logo einfügen. Außerdem kann werden nach einem Upgrade die Daten in Echtzeit automatisch aktualisiert.

Beispiel

 

 

Piktochart

Piktochart ist eine weitere Möglichkeit, einfach Infografiken und Diagramme zu erstellen. Die Möglichkeiten sind hier größer, die Bedienung ist dadurch aber auch anspruchsvoller.

Pros

  • Help-Bot: Gerade am Anfang ist Piktochart von der Vielzahl der Möglichkeiten sehr überwältigend. Praktisch ist da der kleine Hilfe-Bot unten rechts im Fenster, in dem man einfach seine Fragen eintippen kann. Mit ihm kommt man schnell zu einer Lösung.
  • Individualisierung: Welcher Hintergrund, welche Farbe, welche Schriftart: Bei Piktochart kann man fast alles selbst einstellen und entscheiden.
  • Kleine Animation: Piktochart bietet standardmäßig eine kleine Animation von Diagrammen beim Drüberfahren mit der Maus. Die Art der Animation kann allerdings nicht selbst bestimmt werden.
  • Automatische Datenaktualisierung: Was bei Infogr.am kostenpflichtig ist, gibt es bei Piktochart gratis: Mit Hilfe eine Google Spreadsheets können Daten im Diagramm automatisch im Hintergrund aktualisiert werden.
Überblick von Piktochart
Quelle: Screenshot Piktochart

Cons

  • Einbinden: Die Einbindung auf der eigenen Webseite klappt einwandfrei. Bei Genially klappt die Einbindung nicht so gut, da man hier lediglich eine Art Vorschau der Grafik (in niedriger Auflösung) angezeigt bekommt und nicht die Grafik selbst.
  • Einstellungsmöglichkeiten: Auch bei Piktochart gibt es keine Möglichkeit, die Anzeigegröße der Diagramm-Legende zu verändern oder aus verschiedenen Animationsmöglichkeiten zu wählen.
  • Ladezeit: Teilweise gibt es beim Laden der Piktochart-Grafiken Probleme und es kommt zu langen Ladezeiten.

Harte Fakten

Ab 15 $ monatlich kann man zahlreiche Vorlagen nutzen, für 29 $ auch das Watermark loswerden. Die kostenlose Basis-Variante eröffnet aber bereits sehr viele Möglichkeiten und es können unbegrenzt viele Infografiken angelegt werden.

Beispiel

Chartblocks

Chartblocks verbindet die Funktionen von Infogr.am und Piktochart – einfache Bedienung und große Individualisierbarkeit. Wie der Name schon sagt, ist Chartblocks aber wirklich nur für Diagramme. Infografiken können hier nicht erstellt werden.

Pros

  • Individualität: Wirklich toll ist, dass man bei Chartblocks die Schriftgrößen (zumindest bis zu Größe 30) und die Typografie individuell an allen Punkten einstellen kann. Das hat Chartblocks den anderen beiden Tools voraus.
  • Einfache Bedienung: Das Menü ist übersichtlich gestaltet und selbsterklärend. Innerhalb weniger Minuten kann man die Funktionen kennen lernen und sich orientieren.
  • Einbindung: Mit Hilfe des Embed-Codes lassen sich die Diagramme leicht auf der eigenen Webseite einbinden und funktionieren auch im Zusammenspiel mit Genially ohne Komplikationen. Die Legendenanzeige mit Schriftgröße 30 bleibt allerdings in der mobilen Ansicht sehr klein.
Benutzeroberfläche von Chartblocks
Quelle: Screenshot Chartblocks

Cons

  • Ästhetik: Uns spricht Chartblocks von der Ästhetik am wenigsten an. Auch die dezente Animation sieht im Vergleich mit den anderen beiden Tools am wenigsten schick aus.
  • Zusatzinfos: Es gibt keine Möglichkeit, nach Bedarf einen Textblock hinzuzufügen.

Harte Fakten

Auch hier ist die Basis-Version kostenlos und kommt mit Branding. Mit verschiedenen Upgrades bekommt man weitere Funktionen. Das fängt bei 5 € monatlich an, für 12 € wird man das Branding los, für 40 € im Monat bekommt man das Rundum-Sorglos-Paket. Aktuell ist Chartblocks noch in der Beta-Phase.

Beispiel

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